Steroide

Wer Steroide nehmen will, der sollte sich möglichst viel ernsthafte Literatur besorgen und sich bestens informieren, denn die Steroidanwendung zur sportlichen Leistungssteigerung - im Bodybuilding daher vornehmlich zum Muskelaufbau - erfordert sehr viel Hintergrundwissen.

Ich bin nicht unbedingt ein Freund von Steroiden. Dafür hatte ich schon zu viele Freunde die welche genommen haben, und trotzdem nicht an meine Form herankamen, vor allem nicht auf Dauer.

Hier eine von mir erdachte Theorie:

Steroide haben einen ganz klaren Haupt-Vorteil im Aufbau, nämlich diesen:

Hormone sind die Schalter des Körpers. Sie bestimmen was passiert, ob abgebaut wird oder aufgebaut wird. Nimmt man Testosteron, steht der Schalter auf Aufbau. Und zwar immer dann, wenn es im Körper vorhanden ist. Also ist der Körper immer im Aufbau.

Nimmt man kein Testosteron, bestimmt der Körper selbst ob er aufbaut oder abbaut. Ist ein anständiger Trainingsreiz vorhanden, hat man gerade genug gegessen, und ist nicht übertrainiert, so schüttet der Körper Testosteron aus und der Schalter ist auf Aufbau gestellt. Hat man aber keinen anständigen Trainingsreiz gesetzt, oder gerade eine Mahlzeit ausgelassen, was zum Beispiel in der zweiten Nachthälfte der Fall ist, schüttet der Körper Cortisol aus, und somit steht der Schalter auf Abbau.

Nun meine Theorie: Man kann selber beeinflussen, das der Körper sich immer im Aufbau befindet, indem man keine Mahlzeit auslässt, auch nachts nicht, und immer dafür sorgt das das Training planmässig erfolgt, und auf keinen Fall zu viel trainiert wird. Wenn man das befolgt, hat man fast so einen Wachstumsschub wie mit Steroiden. Besonders das Nachts- Weighgainer trinken ist der absolute Bringer.

Klar, nur weil mehr Testosteron da ist, wird auch mehr aufgebaut, wir wollen uns nichts vormachen hier, aber der Unterschied ist wenn man die Verluste am Ende einer Kur mitanrechnet, wirklich nicht sehr groß.

Auf jeden Fall nicht so groß wie immer angenommen, und dann lohnt sich meiner Meinung nach das Risiko der Nebenwirkungen nicht. Anders sieht es aus, wenn man noch Wachstumshormon dazunimmt, dann ist der Unterschied schon riesig, aber das muß man sich auch erst mal leisten können und ganz zu schweigen von den Nebenwirkungen.

Alles an Anabolika was man oral einnimmt, ist viel viel extremer schädlicher als es zu spritzen. Was oral eingenommen wird, passiert bevor es in die Blutbahn gelangt erst die Leber und wirkt da höchst toxisch (giftig). Das kann Dir richtige Löcher in die Leber brennen, und ohne Leber machst Du es nur noch wenige Stunden. Außerdem wird da ein großer Teil des Testosterons wieder abgebaut, somit wird es unwirksam und zwar auch noch zu Östrogen. Das ist das weibliche Sexualhormon. Dieses bewirkt meistens das Wachstum der Bitchtitts (weibliche Brustform) ist meistens irreversibel, das heißt geht nicht mehr zurück. Durch die hohe Toxizität besteht außerdem sehr hohe Leberkrebsgefahr. Also wer wirklich was nehmen will, sollte es spritzen, auf jeden Fall, das ist kein Problem, geht einfacher als man denkt aber hat viel weniger Nebenwirkungen, obwohl da immer noch genug sind. Aber ganz so schlimm wie in der Öffentlichkeit getan wird ist es auch wiederum nicht.

Die für den Sport interessanten Steroide gehören zur Gruppe der anabolen/androgenen Steroide. Es handelt sich hierbei in der Regel um synthetische Abkömmlinge des männlichen Sexualhormons Testosteron.

Testosteron wird hauptsächlich in den männlichen Keimdrüsen (Hoden, lat. testes) aus dem Prohormon Androstendion gebildet. Es bewirkt die Ausbildung der sekundären Geschlechtsmerkmale des Mannes und fördert die Entwicklung der Muskulatur, des Knochenbaus und der roten Blutkörperchen. Es ist verantwortlich für das Wachstum von Körper- und Barthaaren, Kehlkopf und Stimmbändern, Penis, Prostata und Samenblase. Testosteron wird zur Aufrechterhaltung von Potenz und Libido benötigt. Es steigert Aktivität, Aggressivität, Spannkraft und Leistung.

Die Wirkung von Testosteron wird durch die weiblichen Sexualhormone (Östrogene) gehemmt. Natürliches Testosteron wird im männlichen Körper in Mengen von ca. 7 mg/Tag produziert, im weiblichen Körper in Mengen von ca. 0,3 mg/Tag.

Der Maßstab zur Einordnung von Steroiden ist das Testosteron selbst. Ist die anabole (muskelaufbauende) Wirkung des Steroids größer als die des Testosterons, so handelt es sich um ein anaboles Steroid, ist die androgene (vermännlichende) Wirkung größer, wird es als androgenes Steroid bezeichnet. In der Regel sind allerdings die Steroide mit ausgeprägter androgener Wirkung auch die, welche die ausgeprägtere anabole Wirkung haben, da die androgene Wirkung die anabole Wirkung bedingt. Steroid ist daher nicht Steroid. Ich möchte hier allerdings trotzdem einige der häufigsten unerwünschten Wirkungen aufzeigen.

Viele Steroide senken durch ihre Nachahmung des Testosterons und ihre damit verbundene Wirkung auf den gonadalen Regelkreis die körpereigene Testosteronproduktion. Dieser Umstand kommt allerdings erst zum Tragen, wenn man das Steroid wieder absetzt, daher sollte im Anschluss an eine Kur entweder auf ein anderes, schwächeres Steroid gewechselt werden, eine starke anti-katabole Substanz eingenommen werden, oder ein Medikament das die Testosteronproduktion wieder anregt, um einen sonst unumgänglichen Muskulatur- und Kraftverlust einzudämmen.

Einige Steroide neigen zur Aromatisierung. Sie werden vom Körper in Östrogen umgewandelt, welches sich je nach Veranlagung in Feminisierungserscheinungen äußern kann. Vermehrte Wasserretention, Fetteinlagerung und allen voran die Gynäkomastie, eine schmerzhafte, teils irreversible Anlagerung von Östrogen an den Brustdrüsen, können unmittelbare Folgen sein. Daher empfiehlt sich die Einnahme von Anti-Östrogenen wie Novaldex , welche mit dem Östrogen um die Rezeptoren konkurieren und so eine Rezeptor-Östrogen-Verbindung vermindern. Nachteil hierbei ist, dass das Medikament so lange eingenommen werden muss, bis das überschüssige Östrogen abgebaut ist. Sonst kommt es zu einem Rebound-Effekt und die Anlagerung erfolgt blitzartig nach Absetzen des Anti-Östrogens. Günstiger ist daher die Einnahme von Chrysin oder Proviron, Medikamenten die die Aromatisierung verhindern. Kein zusätzliches Östrogen - Ein Problem weniger!

Ein weiterer Punkt ist die kortisonunterdrückende Wirkung mancher Steroide. Nach Absetzen des Steroids hat sich natürlich eine beachtliche Menge Kortison angesammelt, das die dazugewonnene Masse förmlich auffressen würde. Folglich muss auch diese katabole Wirkung entweder mit anti-katabolen Wirkstoffen oder mit Kortison-Blockern aufgefangen werden. Ein antikataboler Wirstoff ist vielleicht ratsamer, da er wie oben bereits geschildert ohnehin Verwendung findet und ein Blockieren des Östrogens noch andere Nachteile nach sich ziehen kann. Der männliche Körper produziert es ja nicht, weil er Spaß daran hat!

Testosteron hat leider nicht nur eine Wirkung auf die Muskulatur, sondern wird auch mit dem Wachstum der Haarfolikel (Haarausfall) und der Prostata in Verbindung gebracht, so daß es ratsam ist auch hier chemisch einzugreifen, um die Wirkung weitgehendst auf die Muskulatur zu beschränken. Sogenanntes Saw-Palmetto-Extrakt konkurriert mit dem Testosteron-"Abfallprodukt" Dihydrotestosteron, welches hierfür verantwortlich ist, um die Rezeptor-Andockstellen der Prostata und vermutlich auch der Haarfolikel, so dass diesem Problem wohl genüge getan ist.

Bedenkt man jetzt noch, dass die anabole Wirksamkeit in der Regel proportional zu den schädlichen Wirkungen verläuft, sollte man klar erkennen, dass es nicht ganz so einfach ist, wie sich nach dem Training ein paar Aminos einzuwerfen.
Um nicht falsch verstanden zu werden. Ich will nicht abschrecken. Ich will lediglich dazu anregen, nichts aus dem pharmazeutischen Sektor gedankenlos zu konsumieren.

Zum Schluss noch meine Meinung wenn Du Anfänger bist und an Steroide denkst:
Da Du ja erst Anfänger bist, ist es völlig falsch jetzt schon sowas zu nehmen. Zuerst mußt Du mal auf natürlichem Wege austrainiert sein.

  1. Es ist sonst total schlecht für die Gelenke und Sehnen und auch für die Muskulatur, weil nur die Muskulatur wächst, der Rest aber noch nicht ausgelegt ist für die Kraft. Bänder und Sehnen sind nicht durchblutetes Gewebe und können nicht so schnell wachsen bzw. stärker werden wie die Muskeln. Sie können nur Nährstoffe durch Diffusion aufnehmen um stärker zu werden. Das heißt durch Bewegung und Belastung werden sie sehr langsam stärker. Wenn Deine Muskelkraft zu schnell wächst, kommt Dein Bewegungsapparat einfach nicht mit. Das ist genauso als wenn Du in eine Ente ein Formel 1 Motor einbauen willst, ohne die Bremsen, Achsen und Karosserie zu verstärken. Sie würde es auseinanderreißen. Du bekommst früher oder später extreme Gelenkprobleme,
    und unter Umständen kannst Du Dich dann gar nicht mehr bewegen ohne vor Schmerzen an die Decke zu gehen.
  2. Es bringt überhaupt nichts. Wenn Du am Anfang anfängst zu stoffen nimmst Du zwar ruckzug 10- 15 kg zu, die könntest Du aber auch auf ganz normalem Weg zunehmen. Wenn man es absetzt verliert man mindestens die Hälfte wieder. Meistens mehr. Das Anabolika wirkt beim ersten Mal ganz gut, aber bei weiteren Kuren hat sich der Körper daran gewöhnt. Die Testosteronrezeptoren werden unempfindlicher und die Anzahl wird weniger. 1. wirkt es dann lang nicht mehr so und 2. baust Du dann mit normalem Training ohne Stoff kaum noch was auf.
    Beispiel: Du wiegst jetzt 70 kg und schaffst es mit zwei drei Kuren auf 85 kg die bleiben. Dann hast Du es jetzt richtig schwer noch weitere Masse aufzubauen, weil die Wirkung halt kaum noch da ist und ohne kannst Du es schon fast ganz vergessen.
    Wenn Du aber jetzt mit natürlichem Training 85 muskuläre kg auf die Waage bringst, was Du locker erreichen kannst, und dann nicht mehr viel geht und dann anfängst mit Anabolika, dann kommst Du auf ca. 100 kg die bleiben, wenn Du paar Kuren hinter dir hast. Und damit schaut man dann schon gut aus.
    Ausserdem verschwinden die Muskeln immer genauso schnell wie sie gekommen sind. Baust Du mit natürlichem Training auf, macht es so gut wie garnichts aus, wenn Du mal eine Zeitlang nicht trainierst. Dasselbe mit Stoff und Du wirst innerhalb von zwei Monaten wieder zum Strichmännchen.
  3. Baut man damit nicht nur reine Muskeln auf, sondern 50% Muskeln und 50% Fett. Das ist auch nicht gerade wünschenswert. Je früher Du damit anfängst, desto mehr Fett baust Du damit auf.
  4. Wird die Wirkung von Anabolika gnadenlos überschätzt. Man geht nicht automatisch auseinander wie ein Pfannkuchen, nur weil man ab und zu denkt wenn man ein Profi oder schon einen richtigen Brocken sieht, das der Anabolika nimmt. Es gibt tausende von Leuten die welches nehmen, denen würde man es gar nicht zutrauen, weil sie überhaupt nicht so toll aussehen. Man hat immer das Bild von den Monstern vor Augen, wenn man an Anabolika denkt. Man darf aber auch nicht vergessen wie diese Monster entstehen!
    Erstens hätten die sowieso schon durch normales Training locker über 100 kg auf die Waage gebracht, weil sie halt verdammt gute Wachstumsgene haben.
    Außerdem nehmen die nicht nur das normale Anabolika sondern auch Wachstumshormon, Insulin und und und , und das bringt noch mal Hammerwachstum. Wachstumshormon kostet allerdings ein kleines Vermögen. Für eine anständige 3-Monatskur bekommt man einen neuen Kleinwagen. Tja und da wären wir schon bei 5.
  5. Die Sache ist nämlich auch nicht ganz billig:
    Eine 3 Monatskur kommt schon so an die Tausend € ran.

Also überlege Dir das nochmal, vor allem nicht jetzt, sondern wenn, dann erst später.

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