Ephedrin

Während eine Versorgung mit Acetylsalicylsäure und Coffein problemlos ist, gibt es in deutschen Apotheken leider keine nicht-verschreibungspflichtigen, reinen ephedrinhydrochloridhaltigen Präparate. Zur Zeit ist Vencipon das einzige rezeptfrei in deutschen Apotheken erhältliche Medikament. Es enthält, neben 1,5 mg Phenolphthalein gegen Verstopfung, immerhin 12,21 mg Ephedrinhydrochlorid pro Dragee und wird in Packungsgrößen à 60 Dragees angeboten. Ephedrin steht auf der Dopingliste des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

Ephedrin besitzt starke fettverbrennende Eigenschaften. Diese ensteht durch das Auslösen einer Thermogenese, das heißt einer leichten Erhöhung der Körpertemperatur. Ephedrin dockt an die Rezeptorstellen der Fettzellen an und veranlasst diese vermehrt Fettsäuren freizusetzen, die dann neben hauptsächlich aus Fetten bestehenden Nahrungskalorien zur Aufrechterhaltung der Thermogenese verbrannt werden. Diese Steigerung der Stoffwechselrate führt selbst bei Beibehaltung der üblichen Nahrungsgewohnheiten zu einem Fettverlust.

Ephedrin hat eine stimulierende Wirkung auf die Ausschüttung der Nebennierenhormone Adrenalin und Noradrenalin. Diese beiden Hormone haben unter anderem die Aufgabe den Körper bei Gefahren in einen erhöhten Aufmerksamkeitsstatus zu versetzen. Dies geschieht indem sich Adrenalin und Noradrenalin an die Rezeptorstellen des braunen Fettgewebes im oberen Rücken setzen und dort durch Thermogenese (Wärmeentstehung) die Aktivität des Organismus erhöhen. Ein Teil der durch Ephedrin in den Blutkreislauf gelangten Fettsäuren werden folglich auch dort verbrannt. Das Hauptverbrennungsorgan ist allerdings die Skellettmuskulatur.

Ephedrin verringert die Proteinabbaurate und steigert vermutlich auch die Proteinsynthese. Es konkurriert mit dem katabolen Hormon Cortison um die Rezeptorstellen der Skellettmuskulatur. Somit bleibt auch während einer Diät die stoffwechselaktive Muskelmasse erhalten und daher auch der energetische Grundumsatz.

Aufgrund der Stimulation des zentralen Nervensystems und der optimierenden Wirkung des Ephedrins auf das Nerv-Muskel-Zusammenspiel führt eine maximal zwei bis dreimal wöchentliche Einnahme von 50 mg eine Stunde vor dem Training durch teils 5-15 prozentige Kraftsteigerungen zu einem bemerkenswerten Muskelwachstum. Mit Ephedrin kann nicht nur härter sondern auch länger trainiert werden, da es Erschöpfungszuständen und Konzentrationsmängeln entgegenwirkt. Bei der ECA-Anwendung ist dieser Vorteil durch die kontinuierliche Anwendung und die damit einhergehende Gewöhnung recht gering.

Auf die Einnahme niacinhaltiger Präparate sollte während der Eca-Gabe verzichtet werden, da Niacin die Freisetzung von Fettsäuren aus den Fettzellen vermindert.

Die üblichen Nebenwirkungen wie Muskeltremor, erhöhter Puls und Blutdruck lassen nach einigen Tagen nach und sind in der Regel nach zehn Tagen nicht mehr akut. Ähnlich wie bei Clenbuterol kann auch bei Ephedrin eine Wachstumsstimulanz der Prostata und des Herzens nicht ausgeschlossen werden. Klinische Hinweise auf eine Wirkung auf die Rezeptoren dieser Organe existieren allerdings bislang nicht.

Eine reichhaltige natürliche Ephedrinquelle bietet die asiatische, aber auch im Mittelmeerraum vorkommende, Ma-Huang-Pflanze, die bereits seit über 5000 Jahren in der chinesischen Kräuterheilkunde mannigfache Anwendung findet. Wirkung und Nebenwirkung sind schwächer als bei dem chemisch hergestellten Ephedrinhydrochlorid, weshalb die adäquate Dosierung für 25 mg Ephedrin bei ca. 750 - 1000 mg Ma Huang liegt

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