html> Alles über Carnitin, L-carnitin, Diät, Fettburner, hier gibt es L-carnitin fast geschenkt oder Creavitargo?)


Carnitin

Carnitin, früher auch Vitamin BT genannt, ist eine Substanz, die der Körper selbst synthetisieren kann. Er bildet sie aus den Aminosäuren Lysin und Methionin. L-Acetyl-Carnitin nimmt im Körper eine Carrier-Funktion ein. Es hat die Aufgabe, langkettige Fettsäuren in die Mitochondrien zu transportieren, da diese die Membran der Muskelzellen und der Mitochondrien nicht selbständig passieren können. In den Mitochondrien werden Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette zu Energie verstoffwechselt. Ca. 20 g Carnitin sind im Körper vorhanden. L-Carnitin kann sowohl durch die Nahrung aufgenommen werden als auch selber vom Körper aus den Aminosäuren Lysin und Methionin produziert werden. Zur körpereigenen Synthese von Carnitin werden neben den Aminosäuren Lysin und Methionin auch Eisen, Vitamin C und B6 sowie Niacin benötigt. Carnitin kommt hauptsächlich in Fleisch vor (deshalb der Name von carnis = lat. Fleisch).

Gute Quellen sind Lamm-, Schafsfleisch (80 – 250 mg/100g), Hühnerfleisch (8 mg/100g) und Milch (3 mg/100g).

Mangelerscheinungen wie Muskelschwäche, Fettanhäufung in Organen, Acidosen und Leberschäden treten nur bei fehlender Eigensynthese und bei stark erhöhter Ausscheidung durch den Urin auf. Carnitin wirkt sich darüber hinaus positiv auf das Immunsystem aus.

Die Einnahme von zusätzlichem Carnitin bewirkt allerdings keine Fettverbrennung, denn Carnitin transportiert Fettsäuren nur, kann sie aber nicht freisetzen. Zur Freisetzung müssen entweder bestimmte Substanzen eingenommen werden, zum Beispiel Ephedrin, Clenbuterol oder Yohimbin, oder aerobe Trainingseinheiten von niedriger Intensität und mindestens einer Stunde Dauer absolviert werden. Anschließend bleibt noch die Hürde zu überwinden, daß die Mitochondrien auch Fettsäuren verbrennen und nicht Glykogen. Auch hier empfielt sich oben genanntes aerobes Training, das heißt Fahrradfahren, Joggen, Schwimmen, Wandern, Walking...

Carnitin eignet sich primär für Ausdauer- und Fitneßsportler. Eine auf zwei bis drei Einzelgabe verteilte Tagesdosis von 1-2 Gramm über einen Gesamtzeitraum von 6-8 Wochen sollte hier eine starke Reduzierung des Körperfettgehaltes bewirken. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, daß Carnitin in der L-Form vorliegt, da nur diese im Körper wirkt. Nebenwirkungen treten selten auf, meistens aber in Form von Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

Quellen:
H. Dietl, G. Ohlenschläger, Karl F. Haug "Handbuch der Orthomolekularen Medizin", Verlag Heidelberg (1994)
H. Gärtner/R. Pohl:"Der Steroidersatz", BMS-Verlag (1994)
R. Ziegler: "Die Carnitin-Story, Profil eines Biocarriers aus sportmedizinischer Sicht", Sport und Medizin 3 (1992) 224
S. Uhlenbruck et al.:"Immunologische Experimente mit L-Carnitin...", Dt. Z. Sportmedizin 43 (1992) 1

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